Keltischer Schmuck
Archäologen ist in Baden-Württemberg ein spektakulärer Fund gelungen. Die Forscher stießen in einer weitgehend zerstörten Grabanlage nahe der Heuneburg bei Herbertingen (1) ..... rund 2500 Jahre alte Schmuckstücke.
In einem (2) .... Maisfeld machten Archäologen eine erstaunliche Entdeckung: Auf einem Grabhügel fanden sie ein Bruchstück einer mit Goldfolie überzogenen Gewandspange aus Bronze. Sie erwies sich (3) .... eine sogenannte Fibel aus der späten Hallstattzeit zwischen dem 6. und 5. Jahrhundert vor Christus.
Bei einer näheren Untersuchung der Fundstelle fanden sie nicht nur eine zweite Fibel, bronzenen Ringschmuck sowie (4) ... einer Halskette, sondern auch zwei reich verzierte Goldanhänger etruskischer Herkunft.
Das keltische Hügelgrab habe einem zwei bis vier Jahre alten Mädchen gehört. Ein (5) ... reich ausgestattetes Grab für ein Mädchen war für die Keltenzeit in der Forschung bisher nicht bekannt, sagte Kurz. An den Metallgegenständen fanden sich Reste von Fell, Leder und Textilien. Der Grabhügelfriedhof (6) ... als Beleg für den sozialen Aufstieg einzelner Bauernfamilien der damaligen Zeit. Sie verdeutlichten ihren Rang durch prunkvolle Grabausstattungen.
Der Schmuck ist aus Sicht der Forscher auch ein Zeichen dafür, (7) ... es in der Keltensiedlung Heuneburg, die als die am besten erforschte in Mitteleuropa gilt, einen Wettkampf der Reichen um die soziale Stellung gab. Experten gehen (8) ... aus, dass in der Heuneburg und um sie herum vor (9) ... 2500 Jahren zwischen 5000 und 10.000 Kelten lebten. Damit wäre sie die älteste bekannte stadtartige Siedlung in Mitteleuropa.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,386694,00.html